Die Welt der Arbeit im Epochenbruch
Die Welt der Arbeit befindet sich zu Beginn des dritten Jahrtausends global gesehen in einem tiefgreifenden Umbruch, den wir mit „Epochenbruch“ als vorläufigen Stellvertreterbegriff bezeichnen. Das Ende des Taylorismus als einzelwirtschaftlichem Konzept und des Fordismus als gesellschaftliches Produktions- und Konsumkonzept verlangen nach neuen Lösungen.
Der Epochenbruch hat Konsequenzen für die Sozialsysteme, die sich weltweit transformieren oder neuartig herausbilden. Arbeit und Gesundheit, Arbeit und Bildung, Arbeit und soziale Sicherung, Persönlichkeitsentwicklung durch Arbeit werden zu wichtigen Themenfelder gesellschaftlicher Diskussion und politischer Gestaltung.
Die Symptome der Veränderung erscheinen und können beobachtet werden, vor allem in Konfliktkonstellationen. Sie zu erkennen und wissenschaftlich zu analysieren betrachten wir als unsere Aufgabe. Konflikt und Kooperation werden zu übergreifenden Leitbegriffen.
Der Epochenbruch bezeichnet derartige Symptomkumulationen, entlang deren Konfliktlinien es zu gestalten und gestaltungsorientiert zu beraten gilt. Dies betrachten wir von DoFAPP als unsere Kernkompetenz.
Zunehmend wird es notwendig, aus einer instrumentalistischen Sichtweise, dem Denken in formellen Regelsystemen, herauszukommen. Dazu muss man beim Subjekt ansetzen, bei den subjektiv-objektiven Bedingungen für Handeln. An der wachsenden Bedeutung informeller Strukturen („Netzwerke“) kann man erkennen, inwieweit die gegebenen institutionellen Rahmenbedingungen überhaupt noch von den Subjekten akzeptiert werden.
Notwendig werden Strukturreformen, die aus schöpferischer Kreativität der Subjekte ihre Kraft schöpfen. Sie können durch wirtschaftliche und soziale Innovationen vorbereitet werden. Innovationen haben ihre Voraussetzungen im Kleinen, so unsere Hypothese. Menschen in ähnlichen Lagen lernen aus Konflikten anderer.
Gesellschaftliche Strukturreformen, Transformation von Institutionen werden zumeist nicht vom Menschen her gedacht. Unsere leitende Hypothese jedoch ist: Neues entwickelt sich nicht einfach aus bisherigen Beständen, sondern im Konflikt mit Gegebenheiten. Daran setzen wir präventiv an.
In den verschiedenen Erscheinungsformen von Grenzkonflikten bildet sich eine neue Erkenntnis der Wirklichkeit heraus, ergeben sich auch neue Konfliktsituationen.
Wir von DoFAPP helfen, neue Formen von Arbeiten und Leben zu produzieren. Veränderungen sind über bestehende Großtheorien nicht mehr zu erklären, sie laufen nur über Subjekte, die zu beteiligen sind. Ziel ist es, mit ihrer Hilfe zu einer Verallgemeinerung der Prozesse zu kommen.