Die psychische Gesundheit hat für Unternehmen und ihre Beschäftigten an Bedeutung gewonnen. Krankheitszeiten und Frühverrentungen aufgrund psychischer Störungen sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Die Zahl der Unternehmen die das Potenzial betrieblicher Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention für die Beschäftigten erkennen und entsprechende Maßnahmen umsetzen, ist trotz vorhandenem Know-how nach wie vor noch begrenzt. Vor diesem Hintergrund geht es in dem vom BMAS geförderten Kooperationsprojekt "psyGA-transfer" vorrangig darum, betriebliche und überbetriebliche Entscheider und wichtige Multiplikatoren für die Thematik zu sensibilisieren und ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse an dem Thema zu erhöhen.
In der ersten Phase des Projektes (Laufzeit: September 2009- Mai 2010) wurden ein Selbsteinschätzungsinstrument zum Ist- Stand der Förderung psychischer Gesundheit in Unternehmen und Handlungshilfen für Beschäftigte sowie Führungskräfte entwickelt.
Kern der zweiten Projektstufe (Laufzeit: Januar 2011-Dezember 2013) ist die abgestimmte Durchführung dezentraler und zielgruppenspezifischer Transfermaßnahmen und Aktivitäten durch den BKK Bundesverband und seine 15 bundesweiten Kooperationspartner. Dabei soll der Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zu erfolgreichen Vorgehensweisen psychischer Gesundheitsförderung wie auch die Vernetzung der Akteure untereinander gestärkt und verbessert werden.
DoFAPP übernimmt die Evaluation für das Kooperationsprojekt, in deren Rahmen u.a. die Transfermaßnahmen begleitet und eine Einschätzung der Reichweite und des praktischen Nutzens der PsyGA-Instrumente in den Unternehmen durch qualitative Interviews mit betrieblichen Akteuren erfolgt.